Auf der Straße: fahren oder feiern?
Momentan hat man hier in Deutschland das Gefühl, es werden mehr Bälle als Pedale getreten – die Fussball-Weltmeisterschaft bestimmt das Geschehen. Da tummeln sich nach den Spielen so viele Leute auf den Straßen, dass man selbst mit einem wendigen 20"-Boliden nicht mehr durchkommt. Ein Außenbordmotor, der würde helfen … aber lassen wir das.
Je näher es in Richtung Finale geht, desto größer ist die Straßenparty und noch weiß keiner, wer denn am 9. Juli seine Fahnen und Fähnchen schwenken wird. Und vor allem: Wie wird gefeiert?
Sicher ist: Auf den Straßen wird der Normalzustand außer Kraft gesetzt sein.
Im Oktober 2004 besiegten die Boston Red Sox die New York Yankees in der Worl Series. Der Fahrradkurier Lucas Brunelle hörte den Polizeifunk ab, um in das Auge des Sturms auf Bostons Straßen zu radeln; mit dabei hatte er seine Videokamera. Das Video (80MB) hat einiges zu bieten.
Da haben wir obligatorisches Hupen, Gröhlen und Kreischen, Fahnen, nackte Haut, oder auch einen falschen Arzt. Die Heimatstadt Boston wird gefeiert und auch ein bißchen kaputt geklopft – Polizei & Randale also. „Please don´t shoot me!“
Mit Autos lässt sich nicht nur ein Hupkonzert veranstalten, sondern auch viel Rauch um Gummi erzeugen. Oder sie werden gar komplett in Brand gesetzt – ein zweifelhafter Höhepunkt.
Ob es am 9. Juli auf deutschen Straßen auch so aussieht? Haltet die Kamera bereit!
Über den großartigen Herrn Brunelle folgt demnächst ein weiterer Beitrag.